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Warum springt der Oberfaden und wie stelle ich die Fadenspannung ein
Wenn an Ihrer Nähmaschine der Oberfaden Schlaufen wirft oder auf der Unterseite des Stoffes kleine Knäuel entstehen, ist dies fast immer ein Zeichen für ein Missverhältnis zwischen Ober- und Unterfadenspannung. Bevor Sie jedoch an den Spannungsscheiben drehen, prüfen Sie zuerst den einfachsten Fehler: Ist die Maschine korrekt eingfädelt? Oft sitzt der Oberfaden nicht richtig zwischen den Spannungsscheiben oder ist aus dem Fadenführer am Nadelöhr gesprungen. Auch eine stumpfe oder falsch eingesetzte Nadel sowie ein Faden, der nicht sauber von der Spule abläuft, können das Problem verursachen. Reinigen Sie zudem den Transporteur und die Spulenkapsel von Fusseln, denn schon kleinste Rückstände stören den Fadenfluss. Erst wenn diese Grundlagen stimmen, sollten Sie die Feineinstellung vornehmen. Ein weiterer häufiger Grund ist, dass der Oberfaden gar nicht durch die Spannungsscheiben läuft, weil die Fadenführung beim Einfädeln übersprungen wurde – kontrollieren Sie dies also immer zuerst, bevor Sie an der Mechanik drehen.
Für die eigentliche Justierung nehmen Sie ein Stoffreststück und nähen eine Probenaht. Bei korrekter Spannung treffen sich Ober- und Unterfaden exakt in der Stoffmitte, sodass auf beiden Seiten keine Schlaufen oder Punkte sichtbar sind. Zeigen sich auf der Oberseite kleine Schlaufen, ist die Oberfadenspannung zu locker; erscheinen auf der Unterseite kleine Schlaufen, ist sie zu fest. Drehen Sie das Spannungsrad in kleinen Schritten von einer Viertel- bis halben Umdrehung und testen Sie nach jeder Änderung erneut. Achten Sie darauf, dass Sie die Spannung nur verändern, wenn der Nähfuß abgesenkt ist, denn nur dann greifen die Spannungsscheiben korrekt. Um die nähmaschine einstellen zu können, ohne sich zu verzetteln, notieren Sie sich die Ausgangsposition des Rades oder dokumentieren Sie die Zahl, falls eine Skala vorhanden ist. Vergessen Sie nicht, auch die Unterfadenspannung zu prüfen: Halten Sie den Faden der vollen Spule, die in der Kapsel sitzt, und lassen Sie die Kapsel langsam abwärts gleiten – sie sollte ohne zu ruckeln nachgeben, aber nicht frei fallen. Nur wenn beide Fäden ausgewogen sind, wird das Stichbild sauber.
Häufig genügt schon eine geringfügige Korrektur, um wieder saubere Nähte zu erhalten. Wenn die Probenaht auf der Oberseite den Oberfaden als gerade Linie und auf der Unterseite den Unterfaden als ebensolche zeigt, ist die Spannung optimal. Sollte das Problem trotz aller Einstellversuche bestehen bleiben, kann eine Verschmutzung im Spannungsbereich oder ein defektes Spannungsrad vorliegen. In diesem Fall hilft es, die Spannungsscheiben mit einem Wattestäbchen und etwas Alkohol zu reinigen, ohne diese dabei zu verstellen. Ein weiterer Trick ist, den Oberfaden noch einmal komplett auszufädeln und anschließend langsam und bewusst neu einzulegen – oft behebt das bereits hartnäckige Fehlfunktionen. Bedenken Sie, dass jedes Garn und jeder Stoff ein eigenes Verhalten hat: Bei elastischen oder sehr dünnen Materialien müssen Sie die Spannung gegebenenfalls neu justieren, auch wenn Sie die nähmaschine einstellen bereits für andere Projekte vorgenommen haben. Und auch die richtige Nadelstärke spielt eine Rolle, denn eine zu dicke Nadel kann den Faden bremsen. mehr dazu ist das Ziel ein gleichmäßiger Stich, bei dem sich beide Fäden mühelos in der Stoffmitte treffen. Mit etwas Geduld und diesen systematischen Schritten werden Sie die nähmaschine einstellen können, ohne dass Sie ratlos vor Ihrem Projekt sitzen – probieren Sie es an einem Probestück aus, bis Sie ein sauberes Ergebnis sehen.